Meine Faustregeln

Der Speisezettel klingt nicht nur sehr kompliziert, er ist es auch! Zu Ihrer Beruhigung: Ich habe acht Faustregeln entwickelt, um nicht den ganzen Tag darüber nachdenken zu müssen, was ich denn nun gerade essen darf und was nicht.

Verschiedene Nahrungsmittel fest miteinander kombinieren.
Das bedeutet, dass ich bestimmte Nahrungsmittel immer am selben Tag verwende. Auch deswegen, weil bestimmte Kombinationen aromatisch prima miteinander harmonieren. Das Muster, das ich Ihnen vorstelle, ist genau so aufgebaut.

Ein Beispiel: Am Kartoffeltag gibt es Äpfel. Außerdem verwende ich Olivenöl. Dann kann ich mir, wenn ich unterwegs bin, einen Kartoffelsalat machen, in den ich ein paar Oliven schneide.

Säure-Basen-Gleichgewicht schaffen
Bei meiner Form von Diät, bei der ich auf Fleisch angewiesen bin, muss ich zudem auf das Säure-Basen-Gleichgewicht achten. Eine reine Obst-Mahlzeit käme für mich daher nicht in Frage.

Auf Bio umstellen
Mit biologisch angebauten Lebensmitteln entgehe ich den auch bei Nahrungsmitteln überall gegenwärtigen Chemikalien. Allerdings ist Bio nicht gleich Bio, auch dort gibt es gewaltige Qualitätsunterschiede. Ich empfehle Lebensmittel von Demeter Bauernhöfen. Es gibt hier interessante Projekte, zum Beispiel für Hamburg die Möglichkeit eines Ernteanteils beim Kattendorfer Hof zu beziehen.

Frisch, frisch, frisch!
Ich ernähre mich fast nur von frischen Produkten, da diese wenige Histamine enthalten. Sie schmecken auch viel besser. Tiefgefrorenes ist auch gut, da heutzutage die Nahrungsmittel sehr schnell verarbeitet, sprich gefroren werden und sich dann keine Histamine mehr bilden. Gerade bei Fisch ist das essenziell. Denn der Fisch, der als frisch verkauft wird, ist es meistens nicht wirklich. Klare, runde Augen und eine schleimige Haut sind das Kennzeichen eines frischen Fisches. Noch ein Hinweis: Manche Hersteller verwenden beim Einfrieren offensichtlich Hilfsstoffe, die nicht deklarierungspflichtig sind und auf die ich heftig mit Allergien reagiere. Da hilft nur Ausprobieren.

Auf Qualität achten
Mittlerweile bin ich Expertin für Lebensmittel im Hinblick auf Zusatzstoffe und Frische. Gerne probiere ich alte, wiederentdeckte Gemüsesorten aus. Frische und Qualität bedeuten besseren Geschmack. Alte Apfelsorten sind oft aus den Regalen verschwunden, weil sie nicht lagerbar sind. Umso besser, wenn ich solche Sorten auf dem Markt finde, die sind garantiert frisch. Wie schön, wenn die Nahrungsmittel nach dem schmecken, was sie sind! Dafür braucht es weniger Gewürze.

Weniger ist mehr
Nicht zu viele Zutaten auf einmal in einer Mahlzeit verwenden. Damit kann man die einzelnen Bestandteile intensiver schmecken und genießen. Außerdem ist es leichter, abwechslungsreich zu essen und möglichst wenig zu wiederholen. Auch bei den Gewürzen gilt diese Regel. Aber wenn die Produkte frisch sind, ist ihr Eigengeschmack das Wichtigste.

Den Hunger einschätzen lernen
Wegen der Rotationsdiät kommt es für mich nicht in Frage, übrige Portionen aufzuheben. Ich muss also immer genauso viel kochen wie ich essen kann und will. Auch das diszpliniert – schließlich will ich meinen Mann ja nicht zum Resteesser degradieren.

Liste führen
Im Verlauf des Tages notiere ich mir, was ich alles gegessen habe. Das ist vor allem am Anfang gut, denn es hilft, bei Problemen das verursachende Lebensmittel herauszufinden. Außerdem habe ich besser im Griff, welche Variationen im mir für die folgenden Tage erlauben kann, denn niemand kann sich das alles merken und dazu noch über sieben Tage hinweg. Eine Mustertabelle steht im Anhang.

 

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1 Kommentar

  1. Yvonne

    Liebe Claudia!
    Du leistet da tolle Arbeit! Deine Infos sind für mich sehr hilfreich, weil ich mit der Rotationdiät erst beginne. Danke und weiter so!
    Da du anscheinend sehr kreative Mensch bist, wird Dir sicher leicht fallen weitere Rezepte zu kreiren und zu posten. Danke und

    Liebe Grüße
    Yvonne

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